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Spülen von Leitungsanlagen

 

Die Technische Regel für Trinkwasserinstallationen TRWI

 

DIN 1988, Teil 2

 

beinhaltet einen Abschnitt über das Spülen von Leitungsanlagen. Dieses Spülverfahren soll mit einem Luft-Wasser-Gemisch intermittierend unter Druck durchgeführt werden. Grundsätzlich sind alle Trinkwasseranlagen, unabhängig von dem verwendeten Systemwerkstoff, nach ihrer Fertigstellung gründlich zu spülen. Für eine uneingeschränkte Betriebsbereitschaft müssen folgende Anforderungen erfüllt sein:

 

Sicherung der Trinkwassergüte

Vermeidung von Korrosionsschäden

Vermeidung von Funktionsschäden an Armaturen und Apparaten

Reinigung der Rohrinnenoberfläche

 

Diese Anforderungen werden von zwei Spülverfahren erfüllt:

 

Spülverfahren mit Wasser

Spülverfahren mit Luft-Wasser-Gemisch

 

Bei der Wahl des Spülverfahrens sind die Erfahrungen des Installateurs, die Anforderungen des Auftraggebers und die Angaben des Systemherstellers zu berücksichtigen.

 

Für Trinkwasserinstallationen gemäß DIN 1988, die ausschließlich mit dem fusiotherm®-Rohrleitungssystem erstellt wurden, reicht das Spülverfahren mit Wasser aus.

 

Bei der Verarbeitung des fusiotherm®-Rohrleitungssystems werden keine Zusatzstoffe, wie z. B. Kleber, Flussmittel, etc., benötigt; die Verbindung erfolgt ausschließlich durch Fusion. Das System ist und bleibt auch bei der Verbindung stofflich rein. Daher ist eine reine Spülung mit Wasser nach der Systemmontage entsprechend dem Verfahren „1“ völlig ausreichend.

 

 

Potentialausgleich

 

In der DIN VDE 0100, Teil 701 werden Schutzmaßnahmen für Räume mit Badewannen oder Duschen aufgeführt. Unter anderem wird darin der Potentialausgleich für diese Räume geregelt. Darin heißt es, dass alle leitfähigen Teile, wie metallene Bade- und Duschwannen, metallene Ablaufventile, metallene Geruchverschlüsse undmetallene Rohrleitungssysteme (z.B. Trinkwasser- und Heizungsrohrleitungen) ineinander zu verbinden sind. Die Verbindung mit einem Schutzleiter darf an zentraler Stelle, z.B. in dem Installationskleinverteiler (Stromkreisverteiler) der Wohnung, an der Potentialausgleichsschiene des Hauptpotentialausgleichs hergestellt werden.

 

Bei Verwendung des fusiotherm®-Rohrleitungssystems darf der Potentialausgleich nur durch eine der beiden erstgenannten Verbindungen mit dem Schutzleiter hergestellt werden.

 

Hinweis für Sanierungen von Trinkwasserleitungs-Systemen mit fusiotherm®-Rohren:

 

Werden die metallischen Leitungen gegen fusiotherm®-Rohrleitungen ausgetauscht, so kann der Potentialausgleich nicht mehr über die Wasserverbrauchsleitungen stattfinden.

 

Es ist darauf zu achten, dass der Elektriker den Potentialausgleich überprüft.

 

Transport und Lagerung

 

fusiotherm®-Rohre können bei jeder Außentemperatur gelagert werden. Der Lagerplatz ist generell so auszuwählen, dass die Rohre immer mit der ganzen Länge aufliegen. Das Durchbiegen der Rohre ist bei der Lagerung sowie bei dem Transport zu vermeiden.

 

Bei Minus-Temperaturen besteht die Möglichkeit, dass die Rohre durch starke Schläge beschädigt werden. Daher ist das Material bei tiefen Temperaturen vorsichtig zu behandeln.

 

Obwohl fusiotherm®-Rohre extrem widerstandsfähig sind, wird empfohlen, das Material immer mit Sorgfalt zu behandeln.

 

UV-Strahlen haben einen Einfluss auf alle hochpolymeren Kunststoffe. Es ist daher von einer ungeschützen dauernden Lagerung im Freien abzusehen.

 

Die maximale Lagerzeit (im Freien) beträgt 6 Monate.


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