Längenausdehnung

Die Ausdehnung von Rohrleitungen ist abhängig von der Erwärmung des Rohrmaterials.
Daraus ergibt sich für Kaltwasserleitungen praktisch keine Längenänderung. Die Ausdehnung bei normalen Montage- und Außentemperaturen bleibt unberücksichtigt.
Bei der Installation von Warmwasser- und Heizungsleitungen muss die Längenänderung, infolge wärmebedingter Ausdehnung des Werkstoffes, beachtet werden.
Hierbei ist eine differenzierte Betrachtung der Verlegearten notwendig.
Man unterscheidet zwischen:
•Unterputzverlegung
•Schachtverlegung
•Freiverlegung 

 Unterputzverlegung

Bei der Unterputzverlegung bleibt die Ausdehnung von Fusiotherm®-Rohrleitungen generell unberücksichtigt.
Die nach DIN 1988 bzw. Heizungsanlagenverordnung ausgeführte Isolierung bietet dem Rohr genügend Ausdehnungsfreiraum. Ist die Ausdehnung größer als der Bewegungsraum der Isolierung, nimmt der Werkstoff, die durch Restdehnung auftretenden Spannungen auf.
Gleiches gilt für Rohrleitungen, die nicht nach den gültigen Verordnungen isoliert werden müssen. Eine temperaturbedingte Längenänderung wird durch die Einbettung im Estrich, Beton oder Putz verhindert.
Die dabei entstehenden Druck- und Zugspannungen nimmt der Werkstoff auf, so dass diese unkritisch sind. 

 Schachtverlegung

Bedingt durch das unterschiedliche Ausdehnungsverhalten von fusiotherm®-Stabiverbund- bzw. Faserverbund-Rohren und fusiotherm®-Rohren ohne stabilisierenden Materialverbund ist die Montage von Leitungsabgängen bei der Schachtverlegung entsprechend dem ausgewählten Rohrtyp auszuführen. 

| fusiotherm®-Stabiverbund-/Faserverbund-Rohr
Durch Positionierung einer Festpunktschelle unmittelbar vor jedem Leitungsabgang kann die Längenänderung von fusiotherm®-Stabiverbund/ Faserverbund-Rohren bei der Schachtverlegung vernachlässigt werden.
Alle Schellen in der Steigleitung sind als Festpunkte auszuführen.
Steigleitungen können generell starr, d.h. ohne Ausdehnungsbögen, montiert werden.
Somit wird die Ausdehnung auf die Rohrlänge zwischen den Festpunkten gelenkt, wo diese ohne Wirkung bleibt.
Weiterhin ist bei der Schachtverlegung darauf zu achten, dass der Abstand zwischen zwei Festpunkten auf maximal 3,0 Meter begrenzt wird. |
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|  1. Große Bemessung der Futterrohres
2. Federschenkeleinbau
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| fusiotherm®-Rohr
Bei der Anordnung von Steigleitungen aus fusiotherm®-Rohren ohne stabilisierenden Aluminiumverbund muss darauf geachtet werden, dass die abzweigende Leitung entsprechend der Längenänderung der Steigleitung ausreichend ausfedern kann.
• Dies kann durch eine günstige Plazierung der Steigleitung im Schacht sichergestellt werden.
• Durch eine entsprechend große Bemessung des Futterrohres für die abzweigende Leitung ist ebenfalls eine ausreichende Ausfederung des Leitungsabganges gewährleistet.
• Ein angemessenes Ausfedern kann weiterhin durch den Einbau eines Federschenkels erreicht werden. |



Freiverlegung
Speziell bei der Freiverlegung (z. B. im Kellerbereich) wird großer Wert auf Optik und Formstabilität gelegt. fusiotherm®-Rohre für Kaltwasser und fusiotherm®-Stabiverbund- / Faserverbund-Rohre für Warmwasser- und Heizungsanlagen
ermöglichen perfekte Installationen.
Der Längenausdehnungs-Koeffizient von fusiotherm®-Verbundrohren beträgt lediglich:
a = 3,00 x 10-5 [K-1] Stabiverbund
a = 3,50 x 10-5 [K-1] Faserverbund
Er ist somit annähernd identisch mit den Koeffizienten von Metallrohren.
Der Längenausdehnungskoeffizient von fusiotherm®-Rohren ohne stabilisierenden Aluminiumverbund beträgt:
a = 15,00 x 10-5 [K-1].
Daher sollten sichtbare fusiotherm®-Rohrleitungen, deren Längenausdehnung berücksichtigt werden muss, generell mit Stabiverbund-/Faserverbund-Rohren geplant und ausgeführt werden.
fusiotherm®-Stabiverbund-/Faserverbund-Rohren muss die Möglichkeit der Ausdehnung gegeben werden.
Bei längeren Stabiverbund-Rohrstrecken (über 40 m) ist ein Dehnungsausgleich vorzusehen.
Dies gilt nicht für vertikale Verteilungen mit diesem Rohrtyp. Steigleitungen mit Verbund-Rohren können starr, ohne Dehnungsausgleich, montiert werden.
Zur praktischen Ermittlung der Längenausdehnung dienen die nachfolgenden Berechnungsbeispiele und Diagramme.
Die Differenz zwischen der Betriebstemperatur und der maximalen bzw. minimalen Montagetemperatur ist maßgebend für die Berechnung der Längenänderung. 


Berechnung der Längenausdehnung Gegegbene und gersuchte Werte. 

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